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Auch den Protest willkommen heißen

G20 Gipfel

Auch den Protest willkommen heißen

Hamburg, 5. Juli 2017- ver.di Hamburg unterstützt die friedlichen und kreativen Proteste während des G 20 Gipfels in der Hansestadt. Bereits im Februar diesen Jahres hatte der Hamburger Landesbezirksvorstand alle Mitglieder zur friedlichen Teilnahme an den Demonstrationen und dem alternativen Gegengipfel aufgerufen. Gleichzeitig zeigt sich ver.di Hamburg gemeinsam mit dem Hamburger DGB in einer aktuellen Pressemeldung besorgt über die Vorkommnisse im Protestcamp Entenwerder und mahnt die Einhaltung der Versammlungsfreiheit als hohes Gute der demokratischen Gesellschaft an.

Die Pressemeldung vom 03.07.2017: G20: Hamburg muss guter Gastgeber für alle sein

Zur Frage um die Errichtung von Protestcamps rund um den G20-Gipfel sagt Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Die Entwicklung der Auseinandersetzung um den Aufbau von Camps sehen wir Gewerkschafter/-innen mit großer Sorge, gerade nach den gestrigen Ereignissen in Entenwerder. Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut in unserer demokratischen Gesellschaft. Daher würde ich es begrüßen, wenn die Stadt angemessene und verlässliche Möglichkeiten schafft, dass die gewaltfreie Auseinandersetzung mit G20 einen Platz erhält – auch mit einem Camp zum Übernachten. Das gehört als Gipfelausrichter genauso dazu, wie für die G20-Teilnehmer/-innen ein guter Gastgeber zu sein. Die Protestwelle gestern hat gezeigt, dass friedliche und kreative Demonstrationen möglich sind. Das wünschen wir uns auch in den kommenden Tagen. Das demokratische Recht zur Kritik unterstützen wir ausdrücklich – und distanzieren uns von jeder Form von Gewalt.“

Karger, Bose,Akman ver.di Hamburg Karger, Bose, Akman

Gipfel der globalen Solidarität und Großdemo am letzten Sonntag

Am heutigen Mittwoch, den 5. Juli, fand im Rahmen der G20-Protestwelle der "Gipfel der globalen Solidarität“ in der Hamburger Zinnschmelze statt. In einer Veranstaltung unter dem Motto "Produzieren weltweite Lieferketten Armutssysteme?" diskutierten Berthold Bose, Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg gemeinsam mit der Hamburger DGB-Vorsitzenden Katja Karger, über globale Ausbeutung und die Forderungen nach fairen Arbeitsbedingungen in den weltweiten Lieferketten. Mit dabei war auch Orhan Akman vom ver.di Bundesfachbereich Handel aus Berlin.

Bereits am letzten Sonntag, dem 2.Juli, demonstrierten rund 10 000 Hamburgerinnen und Hamburger auf dem Rathausmarkt für eine weltweit soziale und umweltfreundliche Politik und kritisierten gleichzeitig die Scharfmacher der Welt und den aufkeimenden Nationalismus. ver.di Hamburg und andere Gewerkschaften zeigten Flagge für gerechten Welthandel und faire Löhne.

Großdemo am 2.Juli ver.di Hamburg Großdemo am 2.Juli

 

Für alle auswärtigen Teinehmerinnen und Teilnehmer noch anstehender Demonstrationen und Veranstaltungen möchten wir auf die ATTAC - Übernachtungsbörse hinweisen:

http://www.attac.de/kampagnen/g20-in-hamburg/bettenboerse/