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Neue Studie zur Digitalisierung

Norddeutscher Dienstleistungssektor

Neue Studie zur Digitalisierung

Hamburg, 14.03.2017- Auf einer gutbesuchten Pressekonferenz stellte ver.di Hamburg heute die neue Studie "Digitalisierung, Automatisierung und Arbeit 4.0" im Hamburger Gewerkschaftshaus vor. Gemeinsam mit der Hans - Böckler - Stiftung hatte ver.di Hamburg das Institut wmp - consult Wilke Maack GmbH beauftragt, die Beschäftigungsentwicklung im Norddeutschen Dienstleistungssektor unter dem digitalen Wandel zu untersuchen. Das Ergebnis ist eine 158 - seitige Studie, die unter folgendem Link auf der Seite der Hans - Böckler- Stiftung runtergeladen werden kann:

https://www.boeckler.de/6299.htm?produkt=HBS-006544&chunk=1

In der Studie wird festgestellt, dass ca 10 bis 15 Prozent der 3,83 Mio. Arbeitsplätze im Norddeutschen Dienstleistungssektor in den nächsten Jahren umfassend von Digitalisierung betroffen sein könnten. In Hamburg wären das umgerechnet 80 000 Jobs. Das heißt jedoch nicht, dass diese Arbeitsplätze alle wegfallen. Es könnten sich auch die Tätigkeiten ändern, weshalb ver.di eine betriebliche und gesetzliche Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte fordert. Außerdem müsse der digitale Wandel durch betriebliche und tarifliche Regelungen unter Einbindung der Beschäftigten vollzogen werden. Deshalb fordert ver.di auch eine Anpassung des Betriebsverfassungsgesetzes und ein Ende der Tarifflucht durch die  Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen per Gesetz.