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Erster Warnstreik in Hamburg

Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Erster Warnstreik in Hamburg

Warnstreik in Hamburg mit 2000 Kolleginnen und Kollegen

Rund 500 Kolleginnen und Kollegen, überwiegend von der Hafenbehörde HPA, aus der Stadtreinigung und vom Bundesamt von Seeschifffahrt und Hydrografie beteiligten sich früh morgens an der" Aktion Hafenkante" im Hamburger Hafen, weitere 1500 kamen um 9 Uhr zur Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus.

Die Redner*innen, unter anderem von den Elbkindern, den Bücherhallen, Fördern & Wohnen, HPA und Stadtreinigung, waren sich einig:

Alle beschrieben die zunehmende Arbeitsdichte in ihren Betrieben und Dienststellen, die wachsende Verantwortung, aber auch die zunehmenden Schwierigkeiten für Beschäftigte der unteren Entgeltgruppen, in einer teuren Stadt wie Hamburg, bei explodierenden Mieten, über die Runden zu kommen.

Ralf Surm, Personalratsvorsitzender bei HPA brachte es auf den Punkt: "Wir halten die Infrastruktur dieser Stadt aufrecht, aber wir können sie auch lahmlegen"

Die  DGB-Vorsitzenden Katja Karger überbrachte die solidarischen Grüße der anderen DGB-Gewerkschaften:

"Ihr habt unsere volle Unterstützung, weil wir genau wissen, wer diese Stadt am Laufen hält" richtete sie den Streikenden aus. Diese Unterstützung gelte besonderns für die Forderung nach einem Mindestbetrag, mit dem die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen gestärkt werden.

Den Arbeitgebern, die das Geld lieber an die oberen Entgeltgruppen verteilen möchten und dieses mit dem Fachkräftemangel begründen, macht sie einen besseren Vorschlag: "Wer gute Führungskräfte sucht, muss sich der Verantwortung stellen und diese selbst ausbilden, mit einer guten Ausbildung zu anständigen Bedingungen."

 Auch die Streikenden Kolleginnen der Elbkinder Servicegesellschaft fanden sich heute ein. Die EKSG ist eine Tochter der städtischen Elbkinder Kitas. Dort arbeiten die Hauswirtschaftskräfte der Kitas, zum Beispiel verantwortlich für die Hygiene und Fit-Kid-zertifizierte Mahlzeiten, zu Löhnen deutlich unter dem Niveau des öffentlichen Dienstes. Und selbst für diesen Haustarif mussten die Kolleginnen lange kämpfen. Wäre es nach den Geschäftsführerinnen der Elbkinder gegangen, wäre sie bis heute tariflos. Nun fordern sie 10%, um wieder etwas aufzuholen.

Bundesweit streikten heute mehr als 20 000 Beschäftigte

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