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Streiks im Groß- und Außenhandel

Tarifvertrag gefährdet

Streiks im Groß- und Außenhandel

Hamburg, 23.05.2017 - Mit einer Streikaktion beim Hamburger Großhändler Chef Culinar, machten heute die Kraftfahrer auf ihre Tarifforderungen in der laufenden Tarifrunde des Hamburger Groß- und Außenhandels aufmerksam. ver.di fordert für die rund 50 000 Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,9 Prozent, mindestens jedoch um monatlich 140 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um monatlich 80 Euro erhöht werden. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot in den Verhandlungen gemacht. Mehr noch, sie wollen in dieser Tarifrunde ein komplett neues Tarifmodell einführen. Obwohl ver.di grundsätzlich nicht gegen eine Modernisierung der Tarifstruktur im Groß- und Außenhandel ist, wird dieses Vorhaben kritisiert. Die Arbeitgeber wollen nämlich die geplante Tarifreform mit der Tarifrunde vermischen und so ihre Vorstellungen eines neuen Tarifmodells nach dem Motto "friss oder stirb" durchdrücken. Da dies zulasten der Beschäftigten geht, sagt ver.di "Nein!" zu diesem Manöver und wird zu weiteren Aktionen aufrufen. Solange, bis die Arbeitgeber wieder vernünftig verhandeln und ein anständiges Tarifangebot vorlegen.

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