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Einzelhandel - vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis beendet

Tarifrunde Hamburger Einzelhandel

Einzelhandel - vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis beendet

14.07.2017

Auch die vierte Tarifverhandlung für die rund 70 000 Beschäftigten im Hamburger Einzel- und Versandhandel brachte am heutigen Donnerstag keinen Durchbruch. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Handelsverband Nord gingen am Nachmittag ohne Ergebnis auseinander.  

Die Arbeitgeber legten zwar ein verbessertes Tarifangebot vor, dieses wurde von der ver.di-Verhandlungskommission jedoch als weiterhin unzureichend abgelehnt. Dem Angebot nach sollten die Gehälter in diesem Jahr nach zwei „Nullmonaten“ zum 1. Juli um 2 Prozent und im nächsten Jahr um weitere 1,8 Prozent steigen. ver.di fordert hingegen eine Tariferhöhung von einem Euro pro Stunde und die Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 Euro. Dazu wird eine Einmalzahlung von 300 Euro für ver.di-Mitglieder gefordert. Zusätzlich fordert ver.di von den Arbeitgebern gemeinsam die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären zu lassen um Tarifflucht und Lohndumping im Einzelhandel entgegenzuwirken. Das war bis zum Jahr 2000 über Jahrzehnte üblich.

In den letzten Wochen haben Beschäftigte im Hamburger Einzelhandel bereits mehrfach durch Warnstreiks Druck für ihre Tarifforderungen gemacht.

„Klar ist, dass dieses verbesserte Angebot nur aufgrund des Drucks aus den Betrieben zustande gekommen ist. Wir reden aber insgesamt immer noch über einen Reallohnverlust, so dass die Kolleginnen und Kollegen am Ende des Jahres weniger Geld in der Tasche hätten als zum Jahresanfang. Da machen wir nicht mit, gerade vor dem Hintergrund der Gefahr von Altersarmut “, sagt Heike Lattekamp, Verhandlungsführerin bei ver.di Hamburg.

Die Verhandlungen werden am 11. September in Hamburg fortgesetzt.

 

Für Rückfragen:
Heike Lattekamp, ver.di Hamburg 0160 97877580

 

Pressekontakt

V.i.S.d.P.: Björn Krings
ver.di-Landesbezirk Hamburg
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