Pressemeldungen

Zum Rücktritt des HHLA-Betriebsratsvorsitzenden

Zum Rücktritt des HHLA-Betriebsratsvorsitzenden

HHLA 23.11.2006

Fred Timm hat das Amt des Betriebsratsvorsitzen-den bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) niedergelegt und dies mit Vorwürfen ver-bunden.

ver.di-Landeschef Wolfgang Rose erklärt dazu:

"Ich stehe hinter der Entscheidung der Vertrauens-leute und der Mehrheit der Betriebsräte des HHLA-Konzerns, die sich eindeutig gegen eine Teilprivati-sierung ihres Unternehmens ausgesprochen haben. Die Vertrauensleute des HHLA-Konzerns und die ver.di - Fachgruppenkonferenz Hafen haben auf-grund der veränderten wirtschaftlichen Situation einstimmig diese neue Position beschlossen und mich aufgefordert, ihre Resolution dem Bürger-meister zu vermitteln. Fred Timm war mit seiner Auffassung in eine Außenseiterrolle geraten und will das Mehrheitsvotum offensichtlich nicht mittragen. Die Schärfe seiner Wortwahl rechne ich seiner Ent-täuschung zu; seine Vorwürfe weise ich zurück. Persönliche Animositäten sollten das Sachthema aber nicht überlagern und unsere Gewerkschaft nicht beschädigen.

Wir lehnen eine Teilprivatisierung aus mehreren Gründen ab: Die HHLA als strategisch bedeutsames Unternehmen in Hamburg darf nicht aus der Hand gegeben werden - sie wird wirtschaftlich immer stär-ker und benötigt keinen Aufkäufer von Anteilen. Und wir müssen unsere Erfahrungen bei den bisherigen Privatisierungsversuchen des Senats mit einbe-ziehen, etwa beim Bahn-Deal oder LBK-Verkauf. Persönlich danke ich Fred Timm für seine lang-jährige Arbeit und bin bereit, weiterhin konstruktiv mit ihm zusammen zu arbeiten."

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Sabine Bauer
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