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ver.di kritisiert Schließung des Hamburger Globetrotter-Lagers

Aktion bei Hamburger Outdooranbieter

ver.di kritisiert Schließung des Hamburger Globetrotter-Lagers

15.12.2017

Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion wird die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Samstag, den 16. Dezember vor der Barmbeker Filiale des Outdoorhändlers GLOBETROTTER gegen die geplante Schließung des Logistiklagers in Hamburg-Rahlstedt protestieren. Es werden Beschäftigte des Lagers ab 11:15 Uhr symbolisch eine große Fassade errichten, die das Image von GLOBETROTTER und den Blick dahinter offen legen soll.

Hintergrund der Aktion ist die Verlegung des Lagerstandortes Hamburg-Rahlstedt ins mecklenburgische Ludwigslust zum Herbst 2018. Die Verhandlungen zu einem Sozialplan wurden kürzlich von dem Betriebsrat der Globetrotter-Logistik abgebrochen, da das Unternehmen für die rund 150 Beschäftigten so gut wie keine Abfindungsangebote vorsieht und lediglich die Annahme eines neuen Arbeitsplatzes im 115 Kilometer entfernten Ludwigslust anbietet. ver.di und der Betriebsrat kritisieren den Sozialplan als völlig unzureichend.

„In dem Logistiklager arbeiten viele ältere Beschäftigte, die zum Teil seit Jahrzehnten bei Globetrotter beschäftigt sind und das Unternehmen mit aufgebaut haben“, sagt Heike Lattekamp, ver.di-Fachbereichsleiterin im Hamburger Handel. „Jetzt den Hamburger Standort zu schließen und der Belegschaft fast ohne soziale Abfederung die Pistole auf die Brust zu setzten, nach dem Motto „friss oder stirb“, ist ein Unding.“

Nach Medienangaben erhält das Unternehmen, dass im Jahr 2015 von der schwedischen FENIX OUTDOOR INTERNATIONAL AG übernommen wurde, Fördergelder vom Land Mecklenburg-Vorpommern für das neue Lager. Die Grundsteinlegung fand Ende August dieses Jahres statt und wurde vor Ort von politischer Seite der Landesregierung begleitet. Das Unternehmen GLOBETROTTER, dass 1979 in Hamburg-Wandsbek gegründet wurde und bundesweit rund 1300 Beschäftigte hat, zeichnete sich bisher durch eine familiär geprägte und fachbezogene Unternehmenskultur aus. Dazu wurde stets ein soziales Image nach außen und innen gepflegt. So heißt es  auf der Webseite des Unternehmen unter anderem „Wir haben uns dazu verpflichtet, auf Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt und den Schutz von Kinderrechten hinzuarbeiten.“

„Ein soziales Image und die komplette Schließung eines Standortes ohne ausreichenden Sozialplan passen nicht zusammen“, so Lattekamp. „Wir fordern von Globetrotter, umgehend auf den Betriebsrat zuzugehen, und den geplanten Umzug nach Ludwigslust sozial verträglich zu gestalten - das ist das Mindeste!“

An die Redaktionen

Am Samstag, den 16. Dezember werden Beschäftigte der Globetrotter-Logistik ab 11:15 Uhr vor der Filiale im Wiesendamm 1, Hamburg-Barmbek, die Aktion mit der symbolischen Fassade durchführen. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Für Rückfragen

Heike Lattekamp 0160 97877580

Jürgen Gehring 0160 95369284

 

 

Pressekontakt

Björn Krings - Pressestelle ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg 040 890 615-130     0171 682 5521   bjoern.krings@verdi.de