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Verträge müssen gelten

Verträge müssen gelten

Krankenhäuser 11.10.2005

Zu den Presseäußerungen des Geschäftsführers der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG), Jürgen Abshoff, über die Ankündigungen von Arbeitskampfmaßnahmen in den Hamburger Krankenhäusern erklärt der Hamburger ver.di-Landesbezirksleiter Wolfgang Rose:

ver.di zu den Presseäußerungen der HKG

Verträge müssen gelten

Zu den Presseäußerungen des Geschäftsführers der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG), Jürgen Abshoff, über die Ankündigungen von Arbeitskampfmaßnahmen in den Hamburger Krankenhäusern erklärt der Hamburger ver.di-Landesbezirksleiter Wolfgang Rose:

"Der HKG-Geschäftsführer hat den neuen Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) offenbar nicht gelesen und redet wie der Blinde von der Farbe. Der TVÖD enthält sowohl die Möglichkeit leistungsorientierter Bezahlung als auch die Berücksichtigung der besonderen Bedingungen von Krankenhäusern.

Die Hamburger Krankenhäuser LBK und UKE haben auf Arbeit-geberseite mitverhandelt und verweigern jetzt nachträglich die Umsetzung des Kompromisses. ver.di wird nicht über einen mehr als zehnprozentigen Hamburger Sonderabschlag bei Löhnen und Arbeitszeit verhandeln, egal, welcher neue Arbeitgeberverband dafür gegründet wird."

Rose erklärte, dass nur die Übernahme des TVÖD auch Verhandlungen über spezifische tarifliche Zugeständnisse zur Zukunftssicherung einzelner Kliniken ermögliche, die durch die Umstellung auf Fallpauschalen in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. "Verhandlungen müssen auf gleicher Augenhöhe stattfinden. Wir brauchen keine Sonntagsreden über die schwere Arbeit im Krankenhaus und gleichzeitig Tarifflucht, Lohnkürzung und Arbeitsplatzvernichtung gegenüber den Beschäftigten."

Zum Hinweis auf die Verhandlungsbereitschaft des Marburger Bundes erklärte Rose: "Die Beschäftigten in den Krankenhäusern wissen genau, dass Sonderkonditionen für Ärzte zu Absenkungen beim übrigen Personal führen würden. Ich appelliere an den Marburger Bund, in das "Klinik-Team" zurückzukehren und nicht auf neues Standesbewusstsein zu setzen. Gemeinsam kämpft es sich besser."

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