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ver.di begrüßt Ablehnung von rechter Vorschlagsliste bei Betriebsratswahlen

Sicherheitsfirma am Hamburger Flughafen

ver.di begrüßt Ablehnung von rechter Vorschlagsliste bei Betriebsratswahlen

27.03.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Ablehnung einer Vorschlagsliste der sogenannten „Dienstleistungsgewerkschaft Luft Verkehr Sicherheit (DGLVS)“ bei den anstehenden Betriebsratswahlen der Sicherheitsfirma ISeC am Hamburger Flughafen. Der Wahlvorstand von ISeC hatte gestern die eingereichte Vorschlagsliste mit der Begründung abgelehnt, dass die DGLVS keine Gewerkschaft nach dem Betriebsverfassungsgesetz ist und somit keinen Wahlvorschlag bei der Betriebsratswahl einreichen darf. Bei ISeC am Hamburger Flughafen arbeiten rund 750 Beschäftigte, die als Luftsicherheitsassistenten für die Passagierkontrollen zuständig sind.

Die DGLVS ist von dem AFD-Mitglied und ISeC-Beschäftigten Robert Buck mitgegründet worden. Die AFD und ihr nahestehende Organisationen versuchen zunehmend mit rechtspopulistischen und völkischen Inhalten unter Beschäftigten Anhänger zu finden. Dazu wurden in jüngster Vergangenheit einzelne Arbeitnehmergruppen gegründet, die bundesweit auch bei den laufenden Betriebsratswahlen 2018 in Erscheinung treten.  

„Wir begrüßen die Entscheidung des Wahlvorstandes ausdrücklich“, sagt Peter Bremme, ver.di Fachbereichsleiter besondere Dienstleistungen in Hamburg. „Zu einer Gewerkschaft gehören mehr als eine Satzung und ein paar Parolen. Der Wahlvorstand hat das erkannt und wir hoffen, dass der Spuk damit bei dieser Betriebsratswahl ein Ende hat. Darüber hinaus ist für uns klar, dass Gewerkschaft nur funktioniert, wenn es ein Miteinander der Beschäftigten gibt. Rassistische und ausländerfeindliche Inhalte haben da nichts zu suchen. Gerade bei ISeC, wo viele Beschäftigte mit Migrationshintergrund arbeiten, hat Deutschtümelei nichts verloren. Bessere Arbeitsbedingungen und fairere Löhne sind das Gebot der Stunde, nicht die Frage der Nationalität, die so gerne von Rechtspopulisten in den Vordergrund gestellt wird.“

Für Rückfragen:

Peter Bremme, ver.di Hamburg 0170 5505911

peter.bremme@verdi.de