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Donnerstag Streik im Hamburger Öffentlichen Dienst – ver.di-Bundesvorsitzender …

Städtische Betriebe und Bund

Donnerstag Streik im Hamburger Öffentlichen Dienst – ver.di-Bundesvorsitzender Bsirske spricht

10.04.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft erneut Beschäftigte des Hamburger Öffentlichen Dienstes am Donnerstag, den 12. April zum eintägigen Warnstreik auf. Hintergrund der Aktion ist die bundesweit laufende Tarifrunde im Öffentlichen Dienst, von der in Hamburg rund 25 000 Beschäftigte der städtischen Betriebe und des Bundes betroffen sind. Bei der Auftaktkundgebung beim Hamburger Arbeitgeberverband „Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg/AVH“, Beim Neuen Krahn 2, wird der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske zu den Streikenden sprechen. 

In bisher zwei Verhandlungsrunden hatten die Arbeitgeber kein Tarifangebot für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten gemacht, so dass ver.di mit Warnstreiks den Druck vor den nächsten Verhandlungen am 15. und 16. April in Potsdam erhöht. ver.di fordert in dieser Tarifrunde 6 Prozent mehr Geld, mindestens aber einen Sockelbetrag von 200 Euro pro Monat. Gerade im Bereich der unteren Tarifgruppen wäre ein erhöhter Sockelbetrag wichtig, da hier zum Teil noch unter 2000 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle verdient wird. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. 

Der Warnstreik wird in Hamburg unter anderem Einrichtungen der ELBKINDER-Kitas, der Stadtreinigung, der Hafenaufsicht (Hamburg Port Authority/HPA), der Theater, der Stiftung Hamburger öffentliche Bücherhallen (HÖB) und von Bundesbehörden wie dem Zoll oder dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) betreffen. Alle Einrichtungen der Hamburger Stadtreinigung werden über den 12. April hinaus auch am Freitag, den 13. April bestreikt. Dazu gehören auch die Recyclinghöfe. 

Es kann in allen Bereich zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf bis hin zu Schließungen kommen. Bereits Ende März kam es in Hamburg zu einem ersten Warnstreik im Öffentlichen Dienst. Damals nahmen über 2000 Streikende teil. 

„Am Donnerstag werden die Beschäftigten in Hamburg erneut zeigen, dass sie endlich ein vernünftiges Tarifangebot der Arbeitgeber erwarten“, sagt Berthold Bose, Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg. „Gerade in den unteren Einkommensgruppen muss ein anständiger Sockelbetrag her, damit prekären Löhnen in diesem Bereich der Kampf angesagt wird.“ 

Sieglinde Frieß, Tarifkoordinatorin bei ver.di Hamburg ergänzt: „Bei der nächsten Tarifverhandlung müssen die Arbeitgeber endlich liefern. Es kann doch nicht sein, dass über 2 Millionen Beschäftigte in zwei Verhandlungsrunden hingehalten werden und trotz voller Kassen kein Tarifangebot kommt. Wertschätzung sieht anders aus!“

An die Redaktionen: 

Die Streikenden treffen sich am Donnerstag, den 12. April um 8:00 Uhr vor dem Hamburger Arbeitgeberverband „Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg/AVH“, Beim Neuen Krahn 2 in der Speicherstadt. Dort findet die zentrale Auftaktkundgebung statt. Es sprechen unter anderem der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske und der ver.di Landesbezirksleiter Berthold Bose sowie diverse betriebliche Funktionäre. Im Anschluss findet ab 9:00 Uhr von dort eine große Streikdemo zu den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen (HÖB) am Hühnerposten statt, wo weitere Reden gehalten werden. Um 11:00 Uhr findet die Abschlusskundgebung vor dem Hamburger Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof 60 statt. Es werden mehrere tausend Streikende erwartet.

Für Rückfragen und Ansprechpartnerin vor Ort: 

Sieglinde Frieß, ver.di Hamburg 0170 4016962

Pressekontakt

Björn Krings - Pressestelle ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg 040 890 615-130     0171 682 5521   bjoern.krings@verdi.de