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Mehr Geld für Hamburger Beschäftigte durch 100 ver.di – Tarifverträge …

Mehr Geld für Hamburger Beschäftigte durch 100 ver.di – Tarifverträge

Jahreswechsel: Rückblick und Vorschau 04.01.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2016 in Hamburg zurück. Diverse Tarifrunden, die auch mit Streikmaßnahmen begleitet wurden, führten zu Tariferhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen. Auch im neuen Jahr wird ver.di die Interessen der Beschäftigten im Hamburger Dienstleistungssektor in vielen Tarifrunden vertreten.

Im Jahr 2016 konnte ver.di für viele Hamburger Beschäftigte Tariferhöhungen durchsetzen. Durch die großen Tarifrunden im Öffentlichen Dienst, bei der Deutschen Telekom, der Hamburger Hochbahn, im Bankengewerbe, bei den Hamburger Krankenhäusern und in der Sicherheitswirtschaft, konnten die Tariftabellen erhöht werden. Auch durch Haustarifverträge wie bei der Hamburger Spielbank, dem TÜV und bei Hamburgs größtem Anbieter für Altenpflege, Pflegen & Wohnen, konnten Lohnerhöhungen erreicht werden. Die Tarifabschlüsse fielen unterschiedlich aus und enthielten häufig neben Gehaltserhöhungen auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Insgesamt profitierten im letzten Jahr ca. 350 000 Beschäftigte von über 100 ver.di - Tarifverträgen in Hamburg. Das sind ungefähr 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt.

ver.di konnte im Jahr 2016 knapp 4 500 neue Mitglieder in Hamburg begrüßen. Neben den beiden Fachbereichen Gesundheit & Soziales und Verkehr konnte auch der Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung mit einem positiven Mitgliederergebnis das Jahr abschließen. Bei Letzterem wurden verstärkt neue Mitglieder aufgenommen, die einem dualen oder konventionellen Studiengang angehören.

Insgesamt kam es im Hamburger Landesbezirk zu einem leichten Mitgliederrückgang von 1, 4 Prozent zum Vorjahr. ver.di führt diese Entwicklung hauptsächlich auf altersbedingte Abgänge zurück. Aktuell zählt ver.di 89 660 Mitglieder in Hamburg und bleibt damit mit Abstand die größte Einzelgewerkschaft in der Stadt. 

„Wir haben im letzten Jahr in vielen Betrieben und Dienststellen Tariferhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gemeinsam mit unseren Mitgliedern durchsetzen können“, sagt Berthold Bose, Landesbezirksleiter bei ver.di - Hamburg. „Mit knapp 90 000 Mitgliedern bleibt ver.di auch im neuen Jahr eine starke Kraft in Hamburg“, so Bose.

Für das Jahr 2017 stehen für ver.di und seine Mitglieder in Hamburg eine Vielzahl von Tarifverhandlungen an. Dazu gehören u.a. die Tarifrunden für die Länderbeschäftigten des Öffentlichen Dienstes, im Speditions- und Logistikbereich, bei der Deutschen Post AG, im Versicherungsgewerbe, im Hamburger Hafen, beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) und im Einzel - und Großhandel.

Im gesellschaftspolitischen Bereich will ver.di Hamburg im neuen Jahr Druck bei den Themen Rente und Altersarmut machen. Dazu findet u.a. am 14. Februar eine Demografiekonferenz unter Teilnahme von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer – Storcks und des ver.di Bundesvorsitzenden Frank Bsirske im Hamburger Gewerkschaftshaus statt.

Weitere Schwerpunkte werden Aktionen und Veranstaltungen gegen Rechtspopulismus, der Kampf gegen prekäre Beschäftigung durch grundlose Befristungen und die bundesweite Krankenhauskampagne „Tarifvertrag Entlastung“ sein. Mit der Krankenhauskampagne soll auch in Hamburg betrieblicher und öffentlicher Druck für eine personelle Mindestbesetzung in den Krankenhäusern gemacht werden.