Pressemeldungen

Das Berufsförderungswerk Hamburg GmbH muss erhalten werden 17.05.2013

Wie ist es dazu gekommen? Das Berufsförderungswerk ist schon seit einigen Jahren in einer krisenhaften Situation. Ursache sind die zurückgehenden Belegungen; insgesamt ist die Zahl der Rehabilitanden deutlich abgesenkt worden und einige BFWs waren von diesem Rückgang besonders betroffen, so auch das BFW Hamburg. 2012 wurde ein Sanierungsplan ausgearbeitet, der eine Perspektive für das BFW bei Reduzierung der Kapazitäten vorsah. Teil dieses Sanierungsplanes war auch ein Schuldenschnitt, an dem sich neben der Gesellschafterin, der Stadt Hamburg, auch die Kostenträger, die im Laufe der Jahre den gesamten Ausbau des BFW vorfinanziert hatten: die Deutsche Rentenversicherung Nord und Bund, die Bundesagentur für Arbeit und die Berufsgenossenschaften. Alle sollten und wollten sich am Schuldenschnitt beteiligen – alle machten mit bis auf einige Berufsgenossenschaften. Damit ist die Sanie-rung vor der Insolvenz gescheitert.

„Die Verweigerungshaltung der Berufsgenossenschaften ist der Anlass und ein Teil der Ursachen der absehbaren Insolvenz“, sagt dazu Roland Kohsiek, der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter. „Verantwortung aber tragen alle, die ihre Belegung in den letzten Jahren drastisch heruntergefahren haben. Und das bei einem steigenden Bedarf für berufliche Rehabilitation.“

Auch die Gesellschafterin, die Stadt Hamburg, ist noch nicht ihrer Verantwortung enthoben, im Gegenteil. Wenn die Stadt ein Berufsförderungswerk weiterhin braucht und haben will, und so äußerst sich Sozialsenator Detlef Scheele, dann muss die Stadt diese Haltung öffentlich bekunden und einen Neustart des BFW aus der Insolvenz heraus nach Kräften unterstützen, und dazu gehört auch Geld.

Berufliche Rehabilitation ist ein zentraler Teil gelebter Sozialpolitik, auch und gerade in einer Metropolregion.


Hinweis für die Redaktionen:
ver.di Lädt ein zu einem Pressegespräch am
Mittwoch, dem 22.5.2013, 11:00 im Berufsförderungswerk Hamburg GmbH, August-Krogmann-Straße 52,
22159 Hamburg
(unmittelbar an der U-Bahn Farmsen)
Haus U, 1. Stock, Raum U 109 / Alsterzimmer


Für Rückfragen:
Roland Kohsiek, ver.di Hamburg, 0175-1842898

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Sabine Bauer
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Pressestelle
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: 040/28581130
Fax: 040/28581139
E-Mail: sabine.bauer@verdi.de