Pressemeldungen

Kein Steuergeld für Arbeitsplatzabbau!

Kein Steuergeld für Arbeitsplatzabbau!

Ende der England-Fähre 07.10.2005

Zur Entscheidung der dänische Reederei DFDS Seaways, nach der Verlagerung der England-Fährverbindung von Hamburg nach Cuxhaven den Betrieb zum 6. November 2005 nun völlig einzustellen, erklärt Hamburgs ver.di-Landeschef Wolfgang Rose:

DFDS verkündet das Ende der England-Fähre:

Kein Steuergeld für Arbeitsplatzabbau!

Zur Entscheidung der dänische Reederei DFDS Seaways, nach der Verlagerung der England-Fährverbindung von Hamburg nach Cux-haven den Betrieb zum 6. November 2005 nun völlig einzustellen, erklärt Hamburgs ver.di-Landeschef Wolfgang Rose:

„Jahrelang haben deutsche Seehäfen mit Millionenbeträgen darum geboten, die Fährverbindung nach Harwich zu erhalten. 1991 durfte die DFDS für die England-Fähre ihren Terminal am Hamburger Elbufer errichten. 2002 bot der Bremer Senat der Reederei den Kauf der Hamburger DFDS-Rampe und den Bau und die Finanzierung der notwendigen Infrastruktur an. Schließlich verlagerte DFDS die England-Fähre zum Steubenhöft nach Cuxhaven: Niedersachsen habe sich bei der Vermarktung kooperativer gezeigt, die Hafenkosten seien in Cuxhaven günstiger. Rund sieben Millionen Euro soll dem Land Niedersachsen diese ‚Ansiedelung’ wert gewesen sein. Jetzt sollen auch 20 von 35 Arbeitsplätzen bei der DFDS-Vertretung in Hamburg gestrichen werden.

Die schwierige Wettbewerbssituation ist allen Fährgesellschaften längst bekannt. Die Verlagerung nach Cuxhaven war von DFDS als notwendige Maßnahme im Rahmen einer Strategie einer umfassenden Wachstums- und Konzeptanpassung begründet worden. Nun befindet sich die Reederei in der Gesellschaft derjenigen Unternehmen, die Staatshilfen gerne mitnehmen, das Allgemeinwohl und die Arbeitsplätze aber als zweitrangig betrachten.

Heute stellt sich die Frage, warum sich drei Länderregierungen diese Konkurrenz gemacht haben: Nötig ist eine länderübergreifende Kooperation, damit sich national und international operierende Unternehmen nicht wie Zocker in einem Spielcasino aufführen und aus der Gemeinschaftskasse bedienen können. Ich fordere die Länderregierungen in Norddeutschland auf, den Vorgang zum Anlass zu nehmen, eine abgestimmte Wirtschaftsförderung und -ansiedlung für den Norden zu entwickeln. Der Staat ist kein Selbstbedienungstopf für clevere Unternehmer: Die Wirtschaft muss nachprüfbar ihre Zusagen einhalten, wenn sie ‚Staatsknete’ beansprucht.“

Für Rückfragen: Wolfgang Rose, ver.di, mobil: 0172 434 47 99

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Sabine Bauer
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Pressestelle
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: 040/28581130
Fax: 040/28581139
E-Mail: sabine.bauer@verdi.de