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Warnstreik bei der Hamburger Morgenpost: Gewerkschaften befürchten …

Tarifforderungen beschlossen

Warnstreik bei der Hamburger Morgenpost: Gewerkschaften befürchten neue Entlassungswelle

21.04.2017

Die Gewerkschaften ver.di und DJV haben am 21. April die Beschäftigten der Hamburger Morgenpost zu einem Warnstreik aufgerufen. Ziel ist die Durchsetzung eines Tarifvertrages zur Altersteilzeit. „Seit Monaten wird verhandelt. Es gibt Einigungen, die dann aber wieder in Frage gestellt oder vom Tisch genommen werden“, kritisiert Stefan Endter, Geschäftsführer des DJV-Landesverbandes Hamburg. Und Martin Dieckmann, ver.di, sagt: „Mit diesem Tarifvertrag wollten wir Kündigungen abwenden, jetzt aber sieht es so aus, als wäre es bloße Begleitmusik für eine neue Sanierungswelle“.  

Mit einer neuen Konzeption einer „agilen Redaktion“, die ursprünglich auch vom Betriebsrat in Grundzügen befürwortet wurde, soll die Morgenpost neu ausgerichtet werden. „Unter der Hand wird daraus offenbar ein Abriss- statt eines Zukunftsprojekts“, wirft Martin Dieckmann der Geschäftsführung vor. Stefan Endter, DJV: „Kommt es zu einem weiteren Abbau in der Redaktion – und das müssen wir befürchten – wird das in Hamburg  einen publizistischen Scherbenhaufen hinterlassen.“ Es stehe hier ein Stück Pressevielfalt in Hamburg auf dem Spiel. 

Bereits Anfang 2015 waren Personalabbau und Entlassungen bei der Hamburger Morgenpost, begleitet von Streiks, verhandelt worden. Seit dem Sommer 2015 wird ein Altersteilzeittarifvertrag für den Verlag, bislang ergebnislos, verhandelt. Die Gewerkschaften kündigen, über diesen Konflikt hinaus an, in Umstrukturierungspläne des Konzern DuMont Schauberg (u.a. Hamburger Morgenpost, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Kölner Stadtanzeiger, Kölner Express) durch eigene Forderungen und Verhandlungen einzugreifen.

Für Rückfragen:
Martin Dieckmann, ver.di Hamburg, 0160 367 01 29

 

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