Pressemeldungen

Streik in Hamburger Postbankfilialen

Ab Donnerstag Aktionen zum Erhalt des Kündigungsschutzes

Streik in Hamburger Postbankfilialen

22.04.2015

Tarifkonflikt Postbank

Ab Donnerstag Streik in Hamburger Postbankfilialen

Ab Donnerstag, den 23. April ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) alle Hamburger Beschäftigten des Postbankfilialvertriebes und der Postbank AG/Firmenkunden zu einem dreitägigen Streik auf. Hintergrund des Arbeitskampfes ist die Weigerung der Arbeitgeber zur Fortsetzung des tariflichen Kündigungsschutzes. In allen Hamburger Postbankfilialen ist mit starken Einschränkungen zu rechnen.

Mit einem bundesweiten Urabstimmungsergebnis von 94,8 Prozent, votierten die ver.di Mitglieder des Postbankkonzerns zum Wochenanfang deutlich für einen unbefristeten Streik. Seit dem finden in ganz Deutschland Streikaktionen in den Filialen und Verwaltungsstellen der Postbank statt. In Hamburg wird sich der ersten Streikwelle ab kommenden Donnerstag für drei Tage angeschlossen, ebenso in Schleswig – Holstein.

In Hamburg sind in 36 Postbankfilialen 200 Beschäftigte und bei der Postbank AG/Firmenkunden 130 Beschäftigte zum Arbeitskampf aufgerufen. In allen Hamburger Postbankfilialen ist während des Streiks mit eingeschränktem Betrieb oder geschlossenen Filialen zu rechnen.

Der Grund für die Durchführung von unbefristeten Streiks liegt in der Weigerung der Arbeitgeber, den seit 20 Jahren bestehenden tariflichen Kündigungsschutz für die bundesweit 9500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG und den 2700 Beschäftigten der Postbank AG/Firmenkunden zu verlängern. Das führt bei den Beschäftigten zu massiven Verunsicherungen, gerade vor dem Hintergrund, dass die Deutsche Bank das Tochterunternehmen Postbank loswerden möchte.

„Der Strategieprozess der Deutschen Bank darf nicht auf dem Rücken der Postbankbeschäftigten ausgetragen werden“, sagt Alexandra Just von ver.di Hamburg. „Die Kolleginnen und Kollegen sind wütend und werden für ihren tariflichen Kündigungsschutz kämpfen“.

ver.di fordert außerdem in der laufenden Tarifrunde bei der Postbank Filialvertrieb AG eine Gehaltserhöhung von 5 Prozent, sowie die Anhebung der Azubivergütung. Ein Arbeitgeberangebot von jeweils 1,6 Prozent zum März 2015 und 2016 wird von ver.di als unzureichend abgelehnt.

 

Für die Redaktionen:

Am Donnerstag, den 23. April treffen sich die Streikenden ab 09:00 Uhr am Hamburger Gewerkschaftshaus zur Streikversammlung. Um 10:45 Uhr wird es an gleicher Stelle eine Kundgebung mit anschließender Demonstration zur Hamburger Zentrale der Deutschen Bank, Adolphsplatz 1 geben.

     

Für Rückfragen: Alexandra Just, ver.di Hamburg, 0175 4139992