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ver.di FilmUnion fordert Tariftreue bei Filmförderung

ver.di FilmUnion fordert Tariftreue bei Filmförderung

16.06.2016

Hamburg, 16. Juni 2016

NDR, Filmförderung Hamburg/ Schleswig-Holstein und nordmedia

ver.di FilmUnion begrüßt Forderung nach Tariftreue bei Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein

Zu der heutigen Debatte in der Hamburger Bürgerschaft bezüglich der Einhaltung der Tariftreue für die Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein (FFHSH), äußert sich der Fachbereich Medien, Kunst & Kultur der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der ver.di FilmUnion wie folgt:

Mit der Erklärung von Herrn Beckmann, Programmdirektor Fernsehen beim NDR, die Tariftreue künftig zum Bestandteil von Verträgen mit Produktionsunternehmen zu machen, hat die FilmUnion einen ersten Schritt erzielen können. Nun wird es darauf ankommen, die Finanzierung der Produktionen auch in Höhe des Tariflohns sicherzustellen“,sagt Martin Dieckmann, Landesbezirksfachbereichsleiter Medien in Hamburg.

Laut ver.di muss die Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein (FFHSH) tariftreu finanzieren, damit die tariflichen Mindeststandards bei den Produktionsfirmen nicht unterschritten werden.

Ver.di sieht zusätzlich den NDR in der Pflicht, als großer Auftraggeber auf die Einhaltung von Tarifverträgen bei Auftragsfirmen zu achten.

Dazu Dieckmann: „Egal ob als junger oder älterer Arbeitnehmer, Löhne dürfen existierende Tarife nicht unterschreiten. Der NDR als großer Auftraggeber im Filmbereich trägt hier ebenfalls eine große soziale Verantwortung.“

Lars Stubbe, Projektmanager bei connexx.av in Hamburg ergänzt: „Die Filmschaffenden, unsere Mitglieder selbst haben das Problem der Tariftreue bei geförderten Produktionen zur Sprache gebracht. Für die FilmUnion ist Tariftreue essentiell, denn der Einzelne kann am Set nur wenig durchsetzen, da er unmittelbare aber auch langfristige Konsequenzen für zukünftige Engagements befürchten muss. Deswegen kommt den Förderinstitutionen eine große soziale Verantwortung zu, aus der sie sich nicht einfach fortstehlen dürfen.“  

 

Bei Rückfragen:

 

Lars Stubbe, ver.di Netzwerk connex.av, Hamburg, 0170 6358051