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Tag zur Entgeltgleichheit

Tag zur Entgeltgleichheit

Equal Pay Day - ver.di Hamburg fordert Allgemeinverbindlichkeit des Einzelhandelstarifvertrages 16.03.2017

Die Gewerkschaft ver.di fordert in Hamburg zum 10. Equal Pay Day am Samstag, den 18. März, eine Gleichstellung von Männern und Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft. ver.di Hamburg kritisiert, dass die geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede in Deutschland im Durchschnitt immer noch 21 Prozent zwischen Männern und Frauen betragen. Laut ver.di bedarf es gerade auf Arbeitgeberseite ein Umdenken zur vollen Gleichwertigkeit von Frauen in der Arbeitswelt. Das bevorstehende Bundesgesetz zur Entgeltgleichheit gehe zwar in die richtige Richtung, jedoch sind weitere Maßnahmen auf gesetzlicher und gesellschaftlicher Ebene notwendig, um wirkliche Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen zu schaffen.

„Viele Frauen werden in der Arbeitswelt immer noch benachteiligt“, sagt Petra Reimann, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Hamburg. „Ob schlechter bezahlte Jobs, ungewollte Teilzeitbeschäftigung oder betriebliche Probleme bei der Vereinbarung von Kind und Beruf, die Liste der Benachteiligungen für weibliche Beschäftigte ist lang.“

Ein Beispiel für schlechtbezahlte Arbeit von Frauen ist der Einzelhandel, in dem die Beschäftigten zu 75 Prozent weiblich sind. Durch die Tarifflucht vieler Unternehmen fallen auch in Hamburg nur noch rund 30 Prozent der Beschäftigten unter den Tarifvertrag des Einzelhandels. Die daraus folgenden Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung treffen Frauen folglich besonders stark.

Um dieser Situation entgegenzutreten, will ver.di im Rahmen der anstehenden Tarifrunde im Einzelhandel bundesweit den politischen Druck für eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge erhöhen. Mit der Kampagne „Einer für alle!“ soll ein Zeichen gegen Tarifflucht und Billiglöhne gesetzt werden.

Dazu Heike Lattekamp, Leiterin des Fachbereiches Handel bei ver.di Hamburg: „Wer es mit Equal Pay für Männer und Frauen ernst meint, muss für eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge sein. Gerade im Einzelhandel verschaffen sich viele Unternehmen und Konzerne auf dem Rücken der meist weiblichen Beschäftigten Wettbewerbsvorteile durch untertarifliche Bezahlung. Damit muss Schluss sein!“

Mehr Informationen zur Einzelhandelskampagne „Einer für alle!“ unter: https://handel-hamburg.verdi.de/einzelhandel/++co++bf942fd4-07d0-11e7-a420-52540066e5a9

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