Pressemeldungen

Auch am Freitag Streik im Hamburger Einzelhandel

Demo und Kundgebung

Auch am Freitag Streik im Hamburger Einzelhandel

20.07.2017

Am Freitag, den 21. Juli ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erneut Beschäftigte des Hamburger Einzel- und Versandhandels zum ganztägigen Warnstreik auf. Mit einer gemeinsamen Demonstration werden die Streikenden am Vormittag vom Hamburger Gewerkschaftshaus durch die Innenstadt zum Gerhart-Hauptmann-Platz ziehen, wo anschließend eine Kundgebung stattfindet. Bereits am Donnerstag kam es zu Arbeitsniederlegungen in mehreren Unternehmen. In den letzten Wochen wurden mehrfach Filialen und Lager im Hamburger Einzelhandel bestreikt.

Hintergrund der Aktionen ist die Weigerung der Arbeitgeber, ein ausreichendes Angebot in der laufenden Tarifrunde für die rund 70.000 Beschäftigten des Hamburger Einzel- und Versandhandels abzugeben. In bisher vier Verhandlungsrunden boten die Arbeitgeber lediglich eine Erhöhung der Gehälter nach zwei „Nullmonaten“ zum 1. Juli um 2 Prozent in diesem Jahr und weiteren 1,8 Prozent im nächsten Jahr an. ver.di fordert hingegen eine Tariferhöhung von einem Euro pro Stunde und die Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 Euro.

„Diese Streiks gehen auf das Konto der Arbeitgeber. Wer die Beschäftigten wochenlang mit Miniangeboten hinhält, darf sich über die entsprechenden Reaktionen nicht wundern“, sagt Heike Lattekamp, Verhandlungsführerin bei ver.di Hamburg. „Der Einzelhandel macht solide Gewinne und die Beschäftigten müssen angemessen beteiligt werden. Erst ein Tarifangebot, das diesen Namen auch verdient und nicht Reallohnverzicht bedeutet, wird uns in dieser Tarifrunde weiterbringen“, so Lattekamp.  

Von dem Warnstreik am Freitag werden unter anderem Filialen von Galeria Kaufhof, Karstadt, Kaufland, REWE, Penny, real,-, H&M, ZARA, Marktkauf und Thalia betroffen sein. Außerdem werden die Logistiklager von H&M in Hamburg-Allermöhe sowie Hermes Fulfilment (Otto-Versand) in Hamburg-Wandsbek zum Arbeitskampf aufgerufen. Es kann bei den betroffenen Unternehmen den ganzen Tag über zu Störung im Betriebsablauf kommen.

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 11. September in Hamburg geplant.

An die Redaktionen:
Die Streikenden treffen sich am Freitag, den 21. Juli ab 10:00 Uhr vor dem Hamburger Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof 60. Ab 10:30 Uhr wird es von dort eine Demonstration durch die Mönckebergstraße zum Gerhart-Hauptmann-Platz geben. Hier findet ab 11:00 Uhr die Streikkundgebung statt. Es werden 500 Streikende zur Demonstration und Kundgebung erwartet.

Für Rückfragen:
Heike Lattekamp, ver.di Hamburg 0160 97877580

Pressekontakt

V.i.S.d.P.: Björn Krings
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Pressestelle
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: 040/28581130
E-Mail: bjoern.krings@verdi.de