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Viel Unterstützung für Forderung nach Tariferhöhung

„Das Friseurhandwerk geht baden“

Viel Unterstützung für Forderung nach Tariferhöhung

30.08.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zieht eine positive Bilanz der Protestaktionen „Das Friseurhandwerk geht baden“, die gestern (29. August 2017) bundesweit stattfanden.

„Mit unserer Postkartenaktion in der Ottensener Hauptstraße in Altona konnten wir viele Menschen gewinnen, die uns bei der Forderung nach einem Auzubildenden-Tarifvertrag unterstützen. Diese Wertschätzung gegenüber dem Friseurhandwerk begrüßen wir sehr und gehen davon aus, dass uns die Innung ebenso offen mit unserem Anliegen begegnen wird.“ resümiert Peter Bremme, Fachbereichsleiter von ver.di Hamburg die Aktion.

„In rund 20 Städten haben Auszubildende mit kreativen Aktionen über ihre schlechte Bezahlung aufgeklärt und Druck gemacht für Tariferhöhungen. Das ist ein eindrucksvolles Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen“, sagte ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky für die Bundesebene.

ver.di will in Hamburg sowie in zehn weiteren Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) ab Herbst Tarifverhandlungen führen und fordert bundesweit Erhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent. Im ersten Ausbildungsjahr soll die Vergütung mindestens 325 Euro betragen. Angestrebt wird perspektivisch eine bundesweite Angleichung der Vergütungen.

Im Friseurhandwerk gibt es rund 23.000 Auszubildende. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk 2015 im Osten bei gerade einmal 269 Euro, im Westen bei 494 Euro monatlich. In Hamburg liegt sie bei 300 Euro im 1. Ausbildungsjahr, bei 325 Euro im 2. und bei 500 Euro im 3. Ausbildungsjahr. Der bundesweite Gesamtdurchschnitt der tariflichen Ausbildungsvergütungen lag über sämtliche Branchen hinweg hingegen bei 826 Euro monatlich.

Nähere Informationen zur bundesweiten Tarifkampagne „Besser abschneiden“ unter http://www.besser-abschneiden.info/ und www.facebook.de/besserabschneiden.

Für Rückfragen:
Tanja Chawla, ver.di Hamburg, 0175-6323579
Ansprechpartner für bundesweite Anfragen: Marvin Reschinsky, 0175-9722674

Pressekontakt

V.i.S.d.P.: Björn Krings
ver.di-Landesbezirk Hamburg
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E-Mail: bjoern.krings@verdi.de